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12.07.2010

Allgemeine Informationen zum Thema Ernährung

Dossier

Optionen für die Ernährungswirtschaft

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© Wolf G Kroner
Die Biotechnologie hat längst Einzug gehalten in die Ernährungsindustrie, und zwar in der gesamten Wertschöpfungskette von der Rohstoffproduktion über die Lebensmittelverarbeitung bis zum Handel. Enzyme, Mikroorganismen, Ergänzungsstoffe und Analytik sind nur vier Beispiele, wie Biotechnologie zu besseren Lebensmitteln beiträgt.
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Das Netzwerk Bioaktive Pflanzliche Lebensmittel organisierte mit seinem Kooperationspartner dem Lebensmittelcluster Oberösterreich erstmalig eine Unternehmerreise für Netzwerkpartner nach Linz (Österreich) vom 4. bis 5. Juni 2013.


Das Netzwerk Bioaktive Pflanzliche Lebensmittel unterstützt das Konsortium FUSIONS (Food Use for Social Innovation by Optimising Waste Prevention Strategies). Das Projekt hat das Ziel die Menge an Lebensmittelabfällen in der Europäischen Union signifikant zu reduzieren.

Rohkost ist beliebt und gesund – solange sie nicht wie bei den Sprossen und Keimlingen beim EHEC-Ausbruch 2011 mit Krankheitserregern kontaminiert ist. Wie das Infektionsrisiko der Verbraucher durch verzehrfertiges Gemüse und Salate minimiert werden kann, untersuchen Forscher der Universität Hohenheim.

Die Lebensmittelanalytik der nahen Zukunft will nicht nur Spuren eines Mykotoxins oder den Gehalt eines einzelnen Nährstoffs wie Vitamin C nachweisen können. Der Anspruch ist umfassender: „Wir wollen die Wirkung von Lebensmitteln verstehen“, sagt Prof. Sabine Kulling vom Max Rubner-Institut in Karlsruhe. Wie auch in anderen Bereichen der Lebenswissenschaften gilt Metabolomics als Schlüsseltechnologie für die Forschung zu Fragen der Qualität und Sicherheit von Lebensmitteln.

Mit ihrer Produktidee des innovativen Eiweißbrotes „Bugamino“ haben vier Studierende der SRH FernHochschule Riedlingen den dritten Platz beim bundesweiten Lebensmittelwettbewerb Trophelia erreicht.

Heutzutage muss alles irgendetwas „können“, muss einen direkten sicht- oder spürbaren Nutzen bringen. Bei einem stets aktuellen Thema wie der Ernährung bleibt dieser Anspruch ebenfalls nicht aus. Functional Food bietet deshalb einen vielversprechenden und schier unerschöpflichen Markt. Wissenschaftlerteams der ganzen Welt beschäftigen sich mit der Frage, wie Lebensmittel gesund gemacht werden können, die es nicht sind. Bioaktive pflanzliche Nahrungsmittel sollen eine Marktlücke schließen, die es eigentlich nicht geben dürfte.

Borderline-Produkte sind Produkte, die nicht eindeutig Lebensmitteln, Arzneimittel oder Kosmetikprodukten zugeordnet werden können. Es ist jedoch eine Zunahme solcher Produkte besonders im Internethandel zu verzeichnen, die häufig als Nahrungsergänzungsmittel deklariert werden. Eine neue gemeinsame Expertenkommission des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit und des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte soll nun Licht ins Dunkel der Lebensmittelzulassungen bringen.

Viele Befunde deuten darauf hin, dass der Verzehr von Kohlgemüse mit seinem Reichtum an Senfölglykosiden eine krebshemmende Wirkung hat. Heidelberger Forscher haben jetzt nachgewiesen, dass Sulforaphan, ein Senföl aus Brokkoli, einen Signalweg blockiert, der Tumorstammzellen resistent gegen Chemotherapeutika macht. Durch Gabe von Sulforaphan können im Tiermodell die Therapieresistenz und Metastasierung von Bauchspeicheldrüsenkrebs verhindert werden.

Bei der Verarbeitung von Obst, Gemüse und anderen pflanzlichen Rohstoffen bleiben große Mengen an Nebenprodukten übrig, die nicht für das Endprodukt benötigt werden. Dabei handelt es sich beispielsweise um Pressrückstände aus Öl- oder Saftpressen, die noch viele wertvolle Inhaltsstoffe enthalten, aber nicht mehr in Lebensmitteln eingesetzt werden. Das FoodSolutionsTeam (FST) aus Konstanz entwickelt Technologien zur Umwandlung dieser Nebenprodukte zu wertvollen neuen Lebensmittel-Zutaten, die sich für den menschlichen Verzehr eignen. Dafür werden verschiedene Verarbeitungsprozesse getestet und kombiniert, bis eine Methode für die Transformation und den Einsatz in Lebensmitteln gefunden ist.

Gemäß einer US-amerikanischen Studie, könnten natürliche Substanzen, die von ungerösteten Kaffeebohnen stammen, helfen, die Schwankungen des Blutzuckerspiegels und des Körperfettlevels zu kontrollieren, welche für das Auftreten des Diabetes mellitus Typ 2 mitverantwortlich gemacht werden.


EU: IN2LifeSciences | 18.04.2013 | Umfeld
IN2LifeSciences ist ein transnationales Projekt, welches KMU im Gesundheitswesen (Biotechnologie, Pharma, Medizintechnik und Ernährung für Mensch und Tier) in acht führenden Life-Sciences-Regionen in Nord-Westeuropa einen einfachen Zugang zu einer breiten Palette von öffentlichen und privaten Experten und Einrichtungen ermöglicht.

Nach einer neuen Studie, verbessert Fischöl, dass reich an langkettigen Omega-3-Fettsäuren ist, die Funktion der zu den weißen Blutkörperchen zählenden B-Lymphozyten. Die Studie wurde an Mäusen durchgeführt.

Das Netzwerk "Bioaktive Pflanzliche Lebensmittel", das vom Steinbeis-Europa-Zentrum in Stuttgart koordiniert wird, hat sich als Ziel gesetzt mit den Partnern im Netzwerk innovative Produkte zu entwickeln sowie in den Markt einzuführen. Die Basis dafür bildet die Erforschung des gesundheitsfördernden Potentials von Amarant. Im Interview gibt Netzwerkmanager Hartmut Welck Einblicke in die Entwicklung der Branche in Baden-Württemberg, bisherige Erfolge im Netzwerk und wie es zur Fokussierung auf Amarant kam.

In einer neuen US-amerikanische Studie wird postuliert, dass der vermehrte Konsum von kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln während der ersten Lebensmonate eines Kindes den Mensch so programmieren kann, dass dieser sein Leben lang unter einer erhöhten Gewichtszunahme und Übergewicht leiden wird.

Das Netzwerk Bioaktive Pflanzliche Lebensmittel ist Mitglied im TCI-network. Das Netzwerk erhofft sich davon International bekannter zu werden und weltweit Kontakt zu Clustern aufzunehmen.

Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg hat einen Innovationsgutschein für ein Projekt des Netzwerks Bioaktive Pflanzliche Lebensmittel genehmigt.

Das Netzwerk Bioaktive Pflanzliche Lebensmittel präsentierte sich mit einem Stand auf dem Forum LifeSciences 2013. Ein Poster zu dem Thema "Bioactivity of Amaranth" und ein Vortrag über Produkte auf der Basis von Amarant und eine gesundheitsbewusste Ernährung erläuterten die Tätigkeit und Ziele des Netzwerks.

Wie kann man den Geschmack von glutenfreien Backwaren verbessern und deren Herstellung automatisieren? Diese und anderen Fragen stellt sich die Arbeitsgruppe Getreideverfahrenstechnik des Lehrstuhls für Brau – und Getränketechnologie der Technischen Universität München. Mit ihrem umfassenden Know-How über den Umgang mit Getreide und Pseudocerealien sind sie ein starker Partner im Netzwerk Bioaktive Pflanzliche Lebensmittel.

Seit Jahrzehnten schon spielen Mikroalgen eine wichtige Rolle als Futtermittel oder Nahrungsergänzungsmittel. Und sie können komplexe chemische Verbindungen herstellen. Diese sogenannte stoffliche Nutzung von Mikroalgen ist bereits ein wichtiger Wirtschaftszweig. Trotzdem redet fast jeder nur von Energieträgern, wenn es um Algenbiotechnologie geht.

BMBF: SUSFOOD | 21.02.2013 | Umfeld
Die Versorgung der Menschen mit Nahrung ist eine globale Herausforderung. In Zukunft wird die Weltbevölkerung weiter zunehmen und damit auch die Nachfrage nach Lebensmitteln steigen. Ziele des durch das BMBF und BMELV unterstützen ERA-Net Projektes SUSFOOD sind unteranderem eine nachhaltige Lebensmittelprodouktion sowie die gesicherte Versorgung mit Lebensmitteln hoher Qualität. Antragsskizzen können bis zum 3. Mai 2013 eingereicht werden.



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