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03.02.2012

GVO-Erntemonitoring 2011 für Baden-Württemberg

Die Untersuchungen der Ernte 2011 in Baden-Württemberg auf gentechnische Veränderungen sind abgeschlossen. Schwerpunkte des Stichprobenprogramms mit insgesamt 96 Proben waren Mais und Raps, aber auch Soja und Leinsamen wurden untersucht. Wie das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Freiburg sowie das Landwirtschaftliche Technologiezentrum (LTZ) Augustenberg mitteilen, wiesen nur zwei Sojaproben sehr geringe Spuren von für Lebens- und Futtermittel zugelassenem gentechnisch verändertem Soja Roundup Ready auf.

Hintergrund

Die landwirtschaftliche Nutzung gentechnisch veränderter Organismen nimmt außerhalb Europas ständig zu. In USA, Argentinien und Kanada ist der Anbau von gentechnisch verändertem Soja oder Mais heute bereits Standard. Aufgrund dieses globalen Handels von Saatgut und Ernteprodukten ist nicht ausgeschlossen, dass GVO auch in unseren Ernteprodukten nachgewiesen werden kann. Um etwaige Einträge und Verschleppungen frühzeitig erkennen zu können, führt das Land Baden-Württemberg seit 2004 Untersuchungen von heimischen Ernteprodukten auf gentechnisch veränderte Organismen (GVO) im Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Freiburg sowie im Landwirtschaftlichen Technologiezentrum (LTZ) Augustenberg durch.

In diesem für Deutschland einmaligen Stichprobenprogramm wurden seitdem fast 600 Proben von Mais, Soja, Raps und Leinsaat nach der Ernte in landwirtschaftlichen Erfassungsstellen und Mühlenbetrieben auf gentechnische Veränderungen untersucht. In 18 von 279 Maisproben konnten Spuren einer gentechnischen Veränderung nachgewiesen werden, lediglich bei zwei Proben lag der festgestellte Gehalt über 0,1 Prozent. In drei von 42 Sojaproben wurden gentechnische Veränderungen festgestellt, 235 Rapsproben und 25 Leinsaatproben waren frei von GVO. Verunreinigungen durch GVO, die für Lebensmittel oder Futtermittel in der Europäischen Union zugelassen sind und unter der Bestimmungsgrenze von 0,1 Prozent liegen, werden in der Regel als zufällig oder technisch unvermeidbar angesehen.

Mit Empfehlung von:
artikel.bildregion.biopro
Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (02.02.12) - 03.02.2012

Der ausführliche Untersuchungsbericht sowie weitere Informationen können im Internet unter www.ua-bw.de abgerufen werden. Das CVUA Freiburg ist das Zentrallabor für Untersuchungen auf GVO im Rahmen der baden-württembergischen Lebensmittelüberwachung. Zentrallabor für Untersuchungen auf GVO im Rahmen der baden-württembergischen Futtermittel- und Saatgutüberwachung ist das LTZ Augustenberg.

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