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Für die Landesregierung hat die Bildungspolitik höchste Priorität. Insgesamt geben das Land und die Kommunen in Baden-Württemberg jährlich rund 10 Milliarden Euro für das Bildungswesen aus. Fest im Bildungssystem verankert ist in Baden-Württemberg auch die Biotechnologie. Hier unterstützt die BIOPRO Baden-Württemberg. Sie bringt aktuelle Forschung im Bereich Biotechnologie und Life Sciences in die Schulen. An acht Universitäten und elf Hochschulen für angewandte Wissenschaften werden Studiengänge mit biotechnologischem Bezug angeboten. Auch in der Ausbildung sowie der Weiterbildung kann biotechnologisches Wissen erworben beziehungsweise vertieft werden.
Als erstes Bundesland hat Baden-Württemberg in allen Landesteilen biotechnologische Gymnasien eingerichtet. 30 biotechnologische Gymnasien im Land bereiten Schülerinnen und Schüler auf Berufsausbildungen und Studiengänge in diesem Feld vor.
Die besten Absolventen im Profilfach Biotechnologie werden seit 2008 mit dem MTZ®-BIOPRO Schülerpreis ausgezeichnet. Darüber hinaus werden in sieben molekularbiologischen Stützpunktschulen gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie Materialien für den Schulunterricht zu aktuellen Themen und Methoden der Molekularbiologie erarbeitet. Diese werden zusammen mit 30 weiteren Partnerschulen genutzt. Eine Liste der verschiedenen Bildungseinrichtungen finden Sie unter Biotech & Schule / Adressen.
An der Hochschule Biberach wurde zum Beispiel im Wintersemester 2006/07 ein hoch innovativer, speziell auf die Anforderungen in modernsten Biotechnologie-Unternehmen ausgerichteter Studiengang „Pharmazeutische Biotechnologie“ eingerichtet. An der Hochschule Esslingen kann seit 2003/2004 die Fachrichtung „Biotechnologie/Life Sciences“ studiert werden. Seit dem Wintersemester 2002/2003 wird an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Medien Offenburg der Studiengang Verfahrens- und Biotechnik angeboten.
Besonders hervorzuheben sind auch der gemeinsame Studiengang Biotechnologie der Universitäten Basel, Freiburg und Karlsruhe, der mit einem trinational anerkannten Diplom abschließt, oder auch der European Course in Pharmaceutical Medicine (ECPM), ein Weiterbildungsprogramm der medizinischen Fakultäten der Universitäten Basel, Freiburg und Louis Pasteur in Straßburg, der in Zusammenarbeit mit der regionalen chemischen Industrie angeboten wird.
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