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BIOPRO Baden-Württemberg GmbH

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03.03.2009

Standortentwicklung

Made in Baden-Württemberg steht für Qualität und Leistung. Den Blick der Welt auf diese Qualität und Leistung in der Biotechnologie und den Lebenswissenschaften lenken, das ist eine der Aufgaben der BIOPRO Baden-Württemberg GmbH.

Regional- und Clusterentwicklung

Baden-Württemberg verfügt über wissenschaftlich und wirtschaftlich starke Regionen. Diese haben wichtige Forschungs- und Entwicklungsthemen im Fokus – ein Potenzial, das sich noch intensiver nutzen lässt. Bessere Vernetzung und Organisation in Clustern erzeugen neue Impulse und erhöhen die internationale Wahrnehmung. Deshalb ist es das Ziel der BIOPRO Baden-Württemberg, Clusterbildungsprozesse anzustoßen und zu moderieren. Als Landesorganisation mit öffentlichem Auftrag sind wir der richtige Partner.

Beispiel Biopolymere/Biowerkstoffe: Die BIOPRO Baden-Württemberg initiierte im Jahr 2006 den Cluster Biopolymere/Biowerkstoffe. Das Ziel: neuartige Kunststoffe durch den Einsatz von mikrobiologischen und chemischen Verfahren, Bioprozesstechnik sowie biotechnologischen Methoden identifizieren und entwickeln.

Die Kunststoffindustrie in Westeuropa beschäftigt bei einem Jahresumsatz von 135 Milliarden Euro mehr als eine Million Menschen. Steigende Nachfrage nach Kunststoffen, die Abhängigkeit der Branche von fossilen Rohstoffen, der Bedarf an innovativen Werkstoffen sowie ein steigendes Umweltbewusstsein – alle diese Faktoren erfordern dringend neue, innovative Herstellungsverfahren.

Im Cluster Biopolymere/Biowerkstoffe bündeln wir bestehende Kompetenzen in Biotechnologie und Verfahrenstechnik mit Methoden der chemischen Verfahrenstechnik/Polymerchemie und der Kunststofftechnik. Wir vernetzen die Akteure aller Herstellungsschritte entlang der Wertschöpfungskette und bieten den Mitgliedern so das passende Umfeld für Innovationen.

Der Cluster Biopolymere/Biowerkstoffe wird als einer von fünf Siegern des Wettbewerbs „BioIndustrie 2021“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) von 2007 bis 2012 mit insgesamt zehn Millionen Euro gefördert. Als Innovationsagentur des Landes koordinieren wir die Clusteraktivitäten. Wir vermitteln den Kontakt zwischen passenden Projektpartnern und organisieren eine fundierte Beratung durch Technologieexperten.

Etwa 60 Unternehmen und 34 Forschungseinrichtungen sind bereits im Cluster organisiert. Auch weiterhin können sich Unternehmen um eine Projektförderung durch das BMBF beim Cluster bewerben. Bei der Antragstellung stehen wir Ihnen mit kompetenter Beratung zur Seite.

Beispiel MedCare TechArea: In diesem Medizintechnik-Cluster der Raumschaft Tuttlingen, Hechingen, Tübingen und Reutlingen vernetzen wir die gesamte Wertschöpfungskette und beziehen dabei Anwender frühzeitig in Innovationsprozesse mit ein. Die Beteiligung in einem Cluster hat für Unternehmen und Forschungseinrichtungen eine Vielzahl von Vorteilen: In erster Linie hilft das Wissen um die Kompetenzen der Partner vor Ort vor allem kleinen und mittleren Unternehmen bei der Suche nach geeigneten Kooperationspartnern. Durch gemeinsame Entwicklungen in nicht wettbewerbsrelevanten Gebieten werden Einsparpotenziale aufgedeckt und genutzt. Übergeordnete Projekte wie die Verbesserung der Ausbildungssituation vor Ort werden passgenau realisiert.

Um in zukünftigen Technologiezeitaltern wettbewerbsfähig oder besser noch führend zu sein, gilt es, frühzeitig Trends zu erkennen und Technologien vorausschauend anzupassen. So steht gerade die Medizin an einer bedeutenden technologischen Schwelle – der „Biologisierung der Medizintechnik“. Zunehmend werden menschliche Körperteile durch biologische Gewebe und nicht wie bisher durch körperfremde Metalle oder Kunststoffe ersetzt. Hier ist es unsere Rolle zu vermitteln und baden-württembergische Medizintechnikunternehmen themenfeldübergreifend zu vernetzen.

Internationale Tagungen und Messen

Auf internationalen Tagungen und Messen vertreten wir den Standort Baden-Württemberg. Für die Leitmessen BIO International Convention in den USA und BIOTECHNICA in Hannover bieten wir als zentraler Ansprechpartner Ausstellern aus Baden-Württemberg logistische und organisatorische Unterstützung an. So können sich Firmen sowie Netzwerke und Hochschulen optimal präsentieren.

Durch unser eng vernetztes Auftreten mit den Bioregionen und den Technologieparks des Landes wird der Standort für Ansiedlungsinteressenten konzentriert und dennoch in seiner vollen Bandbreite erfahrbar. Organisationen und Regionen ohne eigenen Auftritt werden auf Wunsch durch uns vertreten. Wir präsentieren bereitgestellte Informationsmaterialien und beantworten erste allgemeine Fragen. Immer im Gepäck haben wir die Kurzprofile aller Biotechnologie-Unternehmen im Land. Unser laufend aktualisierter Firmenatlas „Biotech Guide“ und unser elektronisches „Biotech Information System Baden-Württemberg“ begleiten uns oder unsere Landespartner in alle Welt.

Delegationsreisen

Auch auf Delegationsreisen im Ausland vertreten wir die Life-Sciences-Branche und werben für die exzellenten Forschungsleistungen in baden-württembergischen Unternehmen und Hochschulen. Japan, Singapur, Malaysia, und Korea waren in den letzten Jahren die Schwerpunkte. Partnerschaften des Landes mit Ontario, Kanada, oder Greater Zurich Area, Schweiz, werden von uns aktiv mitgestaltet. Als Brancheninsider können wir spezifisch auf Anfragen eingehen und Kontakte in der Branche vermitteln. Wir sind damit auch erster Ansprechpartner für standortbezogene Anfragen aus dem Ausland. Auf Wunsch vermitteln wir an Kooperationen interessierten, internationalen Unternehmen Kontakte hier vor Ort.

Branchenveranstaltungen

Bei den wichtigen internationalen Veranstaltungen der Branche vertreten und präsentieren wir den Standort Baden-Württemberg. So etwa 2008 bei der BioEurope Partnering Conference in Mannheim/Heidelberg, die zu den wichtigsten europaweiten Partneringveranstaltungen zählt. Als Mitveranstalter unterstützen wir internationale Topkongresse wie den BioSTAR. Dieser Kongress in der Bioregion STERN präsentiert einem internationalen Fachpublikum zahlreiche Aspekte der Regenerativen Medizin und der Stammzellforschung – von der Grundlagenforschung über die Produktentwicklung bis hin zur klinischen Anwendung.

Zu regional verankerten Veranstaltungen wie dem „Sciences meets Business Day“ in Freiburg oder dem „WtW-Tag“ (Wissenschaft trifft Wirtschaft) in Konstanz leisten wir ebenfalls einen Beitrag.

Neue Veranstaltungsformate sind geplant. Darin werden Themen aufgegriffen, die für die Branche, aber auch für Prozesse der Wissensvermittlung gegenüber der Gesellschaft wichtig sind. Mit der Veranstaltung „Biotechnologie zum Anfassen“ in 2008, bei der Vorträge, Diskussionen und Experimente zum Selbermachen zu einem spannenden Wissensparcours kombiniert wurden, setzten wir ein Zeichen in diese Richtung.

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